BicklhofBioeier aus ökologischer Erzeugung


     
Eier mit „doppeltem Lebenswert“
 
   

Liebe Freunde und Kunden

   

Wie Sie vielleicht wissen, herrscht in der heutigen Geflügelwirtschaft ein großer Mißstand. Als wir vor 12 Jahren mit Begeisterung unseren Kuhstall zum Hühnerstall umbauten, war uns nicht klar, dass in der ganzen Welt beim Schlüpfen der Legehennenkü̈ken die männlichen Kü̈ken am ersten Lebenstag aussortiert und getötet werden. Das heißt, wenn aus 600 Eiern die kleinen Kü̈ken schlü̈pfen, werden ca. 300 männliche Tierchen weggeworfen.

Als uns diese Tatsache bewusst wurde, waren wir zutiefst betrübt. Jedes Huhn, das zu uns kam, hatte ein gemordetes Brü̈derchen zu beklagen! So wollten wir unsere Tiere nicht halten, so können wir nicht auf Dauer mit gutem Gewissen unsere Eier essen und verkaufen.

Seit Jahren suchen Demeter-Kollegen und auch andere Geflügelhalter nach einer Lösung. Das Problem entsteht durch die Spezialisierung der Geflügelrassen: Als Legehennen hä̈lt man natürlich Tiere, die mö̈glichst zuverlä̈ssig Eier legen. Andere legen weniger Eier, wachsen aber schneller.

Mit diesen Mastrassen können die Brü̈derchen der Legehennen nicht mithalten, sie finden bei der „normalen“ Vermarktung nicht genug Abnehmer, so dass sich bäuerliche Familienbetriebe ihre Aufzucht einfach nicht leisten kö̈nnen. Trotzdem haben sich paar Bauern nun zusammengetan, um dieses Problem anzugehen.

Die kleinen Hä̈hne mit aufziehen

Unser Aufzü̈chter Peter Schubert in Unterrü̈sselbach, der für uns unsere Demeter‐Hü̈hner bis zur 18. Lebenswoche aufzieht, hat schon vor 2 Jahren erste Anlä̈ufe gewagt und viele Hahnenkü̈ken mit „durchgefü̈ttert“.

Inzwischen stallt Familie Schubert alle Küken aus der Brü̈terei für unseren Legehennen-­‐ Nachwuchs zusammen ein, so dass die kleinen Hennen und Hä̈hne die ersten acht Lebenswochen miteinander aufwachsen können. Danach ziehen die Hähne in einen eigenen Stall mit Wintergarten und Grünauslauf. Erst wenn sie ein halbes Jahr gescharrt und gekräht haben, werden sie als traditioneller Gockel küchenfertig an bewusste Verbraucher verkauft. (zum Vergleich: In der konventionellen Intensivmast erreichen die Masthähnchen ihr Schlachtgewicht in 32 Tagen!).


̈Die Aufzuchtkosten sind durch zusätzliche Stallflächen, Betreuungsaufwand und wesentlich geringere Futterverwertung deutlich höher als bei Mastgeflü̈gel. Es muss doppelt so viel investiert werden, um den männlichen Kü̈ken ihr Leben zu ermöglichen. Über den Verkauf sind diese Mehrkosten nicht zu decken, da das Fleisch der Hähnchen zwar sehr schmackhaft, aber auch etwas fester als gewohnt ist.

Wenige Cent für ein Gockelleben

In langen Gesprächen haben wir überlegt: Wie können wir Menschen überzeugen, denen die Tiere ebenso wie uns ein Anliegen sind, diesen Weg zu unterstützen? Wir sagten Peter zu, auch sogenannte „Hähnchen-­‐Eier“ anzubieten. Diese Eier sind besonders gekennzeichnet und werden um wenige Cent teurer verkauft. Diesen kleinen Mehrbetrag pro Ei sammeln wir für die Aufzucht in Unterrüsselbach.

Seit knapp einem Jahr bieten wir diese „Eier mit doppeltem Lebenswert“ in unseren Bioläden in 4er ‐Verpackungen an. Bisher verkaufen wir ca. 10% unserer Eier so.

Natürlich möchten wir, dass in Zukunft mehr als 10% unserer Hühner ihre Gockelbrüder behalten. Darum haben wir uns entschlossen „Eier mit doppeltem Lebenswert“ in allen Verpackungen anzubieten, um damit alle männlichen Kü̈ken aufziehen zu können.

Familie Schubert kümmert sich um die Tiere, wir geben das Geld, Ihr Geld!

Wir brauchen Sie, als wachen, mitfühlenden Kunden.

Ohne Ihre Teilhabe werden unsere Bemühungen keinen Erfolg haben.

Lassen Sie uns gemeinsam den kleinen Gockeln ein Leben ermöglichen!

 

 

 

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